Islandpferde in der Schweiz: Die Faszination der Gangpferde

Ursprung und Einwanderungswelle

Islandpferde kamen nicht einfach so über den Ärmelkanal, sie wurden bewusst importiert, weil ihr Charakter unverwechselbar ist. Der schwedische Züchter sah das Potenzial, die robusten Ponys ins Alpenland zu verlegen, und schon 1995 landeten die ersten Stuten auf Schweizer Weiden. Dort trafen sie auf das raue Terrain des Emmentals und entwickelten ein neues, fast schon mystisches Gleichgewicht zwischen Kraft und Eleganz.

Gangarten – Mehr als nur ein Schritt

Hier kommt der eigentliche Kick: Islandpferde beherrschen drei Gangarten, die in der Schweiz kaum jemand findet – Tölt, Pass und Roll. Der Tölt, ein schneller, ruhiger Viertakt, lässt den Reiter fast schweben, während das Pferd das Tempo hält, ohne zu traben. Pass ist das Gegenstück zum galoppierenden Paso Fino, ein flüssiger, welliger Zweitschritt, der an das Wiegen einer See zieht. Und der Roll, ein fast tänzerischer Seitengang, gibt dem Pferd die Möglichkeit, steile Hänge mühelos zu erobern.

Warum das für uns relevant ist

Die Gangpferde bringen einen neuen Qualitätsstandard in die sportlichen Disziplinen der Schweiz. Beim Dressur-Training reduziert ein stabiler Tölt die Belastung auf die Gelenke, was besonders für Senioren- und Therapieprogramme Gold wert ist. Außerdem steigert die exakte Gangkontrolle die Punktzahl bei internationalen Turnieren. Kurz gesagt: Wer auf ein Islandpferd setzt, kauft nicht nur ein Tier, sondern ein komplettes Performance‑Paket.

Marktnachfrage – Der Sprung von Nische zu Mainstream

Schau, die Nachfrage explodiert geradezu. Im Jahr 2022 wurden über 300 Islandpferde in der Schweiz registriert, ein Anstieg von 45 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe? Neben den beeindruckenden Gangarten spielt das kompakte Körpermaß eine Rolle – sie passen perfekt in die hessischen Stallungen, und ihr freundliches Wesen macht sie zu idealen Familienpferden. Viele Reitställe setzen jetzt gezielt auf Gangpferde, weil sie ein Alleinstellungsmerkmal für Kunden bieten, die etwas Außergewöhnliches suchen.

Praxis-Tipp: Dein erster Ritt mit einem Islandpferd

Hier ist das Ding: Vor dem ersten Ausritt solltest du das Pferd mindestens drei Mal ohne Sattel kennenlernen, um die feinen Nuancen des Tölts zu erspüren. Achte darauf, dass dein Sattel nicht zu tief sitzt – ein zu tiefes Sattelbett kann die Gangart stören und die Balance deines Pferdes ruinieren. Und vergiss nicht, das Pferd nach dem Training gründlich zu dehnen, besonders die Rückenmuskulatur. Für alle, die mehr wissen wollen, wirft pferdewettenschweiz.com tiefe Einblicke in die Zuchtlinien und Trainingsmethoden.